Niedrigenergiehaus gegen Passivhaus der Bauvergleich

Niedrigenergiehaus gegen Passivhaus der Bauvergleich

Um bei einem Hausbau auch langfristig Kosten zu sparen, sollten Sie nicht nur auf die Baukosten allein schauen, sondern auch wie viel Energie eine Bauart später einspart. Stiftung Warentest hat einen Kostenvergleich zwischen dem Niedrigenergiehaus, dem KfW-60-Haus und dem Passivhaus aufgestellt. Kann das Passivhaus so viel Energie sparen, dass sich die hohen Baukosten über die Jahre rentieren oder ist das günstigere Niedrigenergiehaus auch langfristig preiswerter?

Die verschiedenen Bauarten im Energieeffizienz-Vergleich

Als Energiesparhäuser werden Bauten bezeichnet, die das Anforderungsniveau der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen. Die Verordnung unterteilt die Energiesparhäuser je nach Ihrer Energieeffizienz in verschiedene Kategorien. Ein Niedrigenergiesparhaus weist ein Heizwärmebedarf von 60 bis 70 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m²·a)auf. Ein KfW-60-Haus darf nur einen Bedarf von 40 bis 60 kWh/m² aufweisen. Das Passivhaus ist am umweltfreundlichsten. Es benötigt lediglich einen Heizwärmebedarf von unter 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Mit dem Passivhaus lässt sich also die meiste Energie einsparen. Doch dafür erfordert das Passivhaus auch wesentlich höhere Baukosten. Rentiert sich solch eine Investition langfristig?

Der Kostenvergleich von in Fachpresse

Unterschiedliche Vergleiche  haben anhand eines durchschnittlichen Familienhauses die Kostenersparnis dieser drei verschiedenen Energiebauweisen miteinander verglichen. Dabei kam es zu dem Ergebnis, dass die hohen Investitionskosten für das Passivhaus sich gegenüber dem standardisierten Niedrigenergiehaus erst nach 20 Jahren amortisieren. Wer früher Einsparungen sehen will, sollte das KfW-60 Haus wählen.

Welche Bauweise ist am günstigsten?

Wer eine Ersparnis innerhalb von 20.000 sehen möchte, sollte für den Hausbau das KfW-Energiesparhaus 60 wählen. Die Baukosten sind zwar 5.000 Euro teurer als bei dem Standardenergiehaus, aber diese Kosten sind dank einer guten Immobilienfinanzierung innerhalb von zehn Jahren schnell wieder reingeholt. Durch den günstigen Kredit für KfW-60-Häuser ist die Restschuld des Kredits nach zehn Jahren aber kaum noch höher als beim Standardhaus der Energiesparverordnung.

Rechnungsbespiel Niedrigenergiehaus gegen Passivhaus

Als Rechnungsbeispiel wurde ein 150 Quadratmeter großes Haus und eine Ratenzahlung von 1.000 Euro pro Monat genommen. Die Baukosten nach der Energieeinsparverordnung belaufen sich auf 180.000 Euro. Das KfW-Energiesparhaus 60 kostet 185.000 Euro. Das Passivhaus ist mit einem Preis von 200.000 wesentlich teurer. Dafür spart es aber auch dreimal so viel Energie ein wie das Standardenergiehaus. Während bei dem Passivhaus in zehn Jahren Energiekosten von 3.396 Euro fällig werden, sind es beim Standardenergiehaus 12.452 Euro. Bei dem KfW-Energiesparhaus 60 kommen in zehn Jahren Kosten von 8.490 Euro zusammen. Vergessen Sie beim Hausbau aber auch nicht die zusätzlichen Kosten, wie bspw. ein Baugrundgutachten oder die verschiedenen Steuern, die anfallen.